AUREG und RegisSTAR

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Konvergenzstudie zum elektronischen Rechtsverkehr für die Handelsregister

In Zukunft sollen Gerichtsakten zunehmend elektronisch geführt und die kosten- und zeitaufwendige Arbeit mit Papierakten reduziert werden. Vorreiter dafür sind die elektronischen Handelsregister, die bereits vor 2007 die Implementierung der gesamten Prozesskette für das Management der Registereinträge unterstützten – von der Antragstellung beim Notar über die Eintragung in das Handelsregister bis zur Rechnungsstellung. Die Umsetzung wurde dabei in zwei Entwicklungsverbünden betrieben: im Verbund AUREG (»AUtomatisierung der REGisterverfahren«) der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen und Schleswig-Holstein sowie im Verbund RegisSTAR der restlichen Bundesländer.


Wesentliche Ergebnisse der Studie

Im Auftrag der Justizministerien und Amtsgerichte der Bundesländer hat das Fraunhofer ISST alle bestehenden Anwendungsvarianten von AUREG und RegisSTAR erfasst. Darüber hinaus wurden mehrere exemplarische Anwendungsfälle hinsichtlich der in den Fachanforderungen genannten Kriterien sowie die Möglichkeiten der Konvergenz beider Systeme (z. B. Synergien, Unterschiede) untersucht. Schließlich wurde eine Betrachtung der betrieblichen Rahmenbedingungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der Konvergenzstudie umfassen Empfehlungen zu den nachfolgenden Fragestellungen:

  • Gibt es Möglichkeiten zur Erleichterung der gemeinsamen Konzeptionierung neuer Anforderungen an beide Systeme?

  • Was sind vorrangige Aufgabenstellungen, mit denen Systemverbesserungen auf beiden Seiten realisiert werden können?
    Hier wurde insbesondere die Kommunikation der beiden Verfahren miteinander unter dem Aspekt der Ergonomie und Anwendungsfreudlichkeit betrachtet. 

  • Gibt es Möglichkeiten, eine einheitliche Benutzeroberfläche zu schaffen (insgesamt oder für Teilbereiche)? 

  • Was sind die Gemeinsamkeiten beider Systeme? 

  • Ist eine Harmonisierung der Architektur beider Systeme erforderlich und möglich?


Auftraggeber

Justizministerien und Amtsgerichte der Bundesländer


Projektlaufzeit

Oktober 2007 – Februar 2008