VEIA

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

VEIA - Verteilte Entwicklung und Integration von Automotive-Produktlinien

Das Projekt VEIA (Verteilte Entwicklung und Integration von Automotive-Produktlinien) war ein Verbundprojekt der Forschungsoffensive Software Engineering 2006. Ziel des Projekts war es, auf der Grundlage der Konzepte der Produktlinientechnik eine Methode für die verteilte Entwicklung und Integration von Automotive-Systemen zu erarbeiten, die sich an den konkreten Anforderungen industrieller Entwicklungsprozesse orientiert und praktisch anwendbar ist.

Die wesentliche Idee der Produktlinientechnik besteht darin, eine stets gleich bleibende Plattform zu entwickeln, auf der durch den Einsatz unterschiedlicher Komponenten individuelle Produkte wie in einem Baukastensystem zusammengestellt werden können. Damit kann eine effiziente Produktion hoch individualisierter Fahrzeuge erreicht werden.

Wesentliche Eckpunkte waren dabei

  • die durchgängige Beherrschung des Anforderungsmanagements,

  • die verlässliche Bewertung von Entwurfsentscheidungen auf der Grundlage unvollständiger Informationen bereits in frühen Phasen,

  • die Verteilung der Entwicklungsaktivität unter Wahrung des geistigen Eigentums (Intellectual Properties) von OEMs und Zulieferern sowie

  • die praktische Durchführbarkeit und Skalierbarkeit der Methode.

Der daraus resultierende Werkzeugprototyp kann Produktmerkmale und Systemarchitekturen mit Varianzpunkten darstellen sowie Produkte und Architekturmodelle konfigurieren und schließlich Konsistenz- und Abhängigkeitsanalysen durchführen. Damit konnte ein wichtiger Schritt in Richtung eines systematischen Variantenmanagement gegangen werden, mit dem es möglich wird, die Auswahl und Herstellung von individuellen Produktlinien über den gesamten Entwicklungsprozess zu steuern.

Durch die Einbindung starker Projektpartner wurde sichergestellt, dass die Forschungsarbeiten sich an den Bedürfnissen der Anwender orientieren. Die Ergebnisse stehen nun nicht nur den Projektpartnern zur Optimierung ihrer Entwicklungs- und Integrationsprozesse bzw. Weiterentwicklung ihrer Werkzeuge zur Verfügung, sondern können von allen Beteiligten der insbesondere in Deutschland starken Automobilindustrie genutzt werden.


Partner

  • Lehrstuhl für Software & Systemtechnik der TU München (TUM)
  • BMW Group 
  • PROSTEP AG


Laufzeit

2006 - 2008