Pressemitteilungen

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Softwarequalität messbar machen

Zweiter COMPARC Fokustag stellte Rahmenbedingungen für die technische Qualität in der Softwareentwicklung vor.

Welche Aspekte sind für die technische Qualität in der Softwareentwicklung besonders wichtig? Was können Werkzeuge zur Ermittlung und Bewertung von Softwarequalität wie die CAST Application Intelligence Platform leisten? Diese und weitere Fragen diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis auf dem zweiten COMPARC-Fokustag »Technische Qualität in der Softwareentwicklung« am 18. Mai 2009 im Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund.

Tim Rädisch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer ISST, stellte zu Beginn in seinem Vortrag »Statische Quellcodeanalyse« einige berühmte Softwarefehler (angefangen bei der Raumfahrt über die Telekommunikation bis hin zur Politik) von den Ursachen bis zu den Folgen vor. Darauf aufbauend erläuterte er die wesentlichen Faktoren, die die Qualität von Software ausmachen. Diese reichen von der Konsistenz über die Vollständigkeit, Wartbarkeit und Zuverlässigkeit bis hin zur Sicherheit der Software. Die statistische Quellcodeanalyse kann zahlreiche dieser Qualitätsfaktoren überprüfen, um über eine Analyse des Quellcodes zu einer frühzeitigen Fehlererkennung zu gelangen. Sie kann bereits während der Entwicklung eines Softwaresystems angewendet werden. Mittels der Analyse werden Metriken erzeugt, welche die Eigenschaften der Software auf eine Maßzahl abbilden und somit den Erfüllungsgrad einer Qualitätseigen¬schaft der Software-

Einheit beschreiben.

Marcus Mueller, Director Central Europe der CAST GmbH erläuterte in seinem Vortrag. »Qualitative und quantitative Kennzahlen zur Steuerung des Application Managements« zunächst die Bedeutung der Software-Qualitätsmessung mittels Metriken für die Software produzierenden Unternehmen. Mueller sieht die wesentlichen Vorteile in einer Verbesserung der Softwareentwicklung, in der angestrebten Kostenreduktion, in mehr Informationen und Transparenz. Eine messbare Widerspiegelung der Unternehmensziele hält Mueller für die zentrale Anforderung bezogen auf die so genannten »Key Persormance Indicators« (KPI) der Softwarequalität. Die richtige Auswahl von Kennzahlen für den Software-Entwicklungsprozess muss schließlich zu schnelleren Ergebnissen bei geringeren Kosten und reduziertem Risiko sowie zu langfristigem Gewinn und geringerer Total Cost of Ownership (TCO) führen.

Im Anschluss an den Vortrag von Marcus Mueller wurde die CAST Application Intelligence Platform live durch Ralf Elsner, Technical Manager Central Europe der CAST GmbH, demonstriert. Dabei sind insbesondere die unterschiedlichen Rollen, die das System abbildet, aufgezeigt worden. Diese Abbildung führt dazu, dass in jeder Phase des Software-Lebenszyklusses aus unterschiedlicher Perspektive Aussagen über die Qualität der entwickelten Software und damit über die Qualität des Software-Entwicklungsprozesses getroffen werden können.

Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte Rechtsanwalt Dr. Jürgen Apel zeigt in seinem Vortrag »Mangelhafte Software und Recht - Ein Praxisbericht« auf, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Softwareentwicklung zu beachten sind. Die Teilnehmer erhielten durch dieses Zusammenspiel einen breit gefächerten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Softwarequalität.

Über das Fraunhofer ISST
Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) – mit Standorten in Berlin und Dortmund – entwickelt Standards, Architekturen und Konzepte für den Aufbau langfristig stabiler komplexer Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen ››Continuous Software Engineering‹‹ und ››Informationslogistik‹‹. Das Ziel ist es, in den sechs Geschäftsbereichen e-Healthcare, Ambient Assisted Living, e-Government, Enterprise Architectures, Embedded Systems Engineering sowie Situation- und Location-based Services zum einen die Langlebigkeit und Flexibilität komplexer Systeme sicherzustellen und zum anderen bedarfsgerechte Informationsangebote für die Systembenutzer zu entwickeln. Mit dem 2007 gegründeten ››Competence Center for Architectures and Processes COMPARC‹‹ bündelt das Institut zudem Fachwissen, Methoden und Werkzeuge für die Gestaltung von Architekturen und Prozessen. Im Sinne angewandter Forschung sieht sich das Fraunhofer ISST dabei als Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis: Ergebnisse aus der Grundlagenforschung werden unmittelbar in industriellen Projekten umgesetzt, gleichzeitig fließen die am Institut gewonnenen Erfahrungen in die Lehre und Forschung ein. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jakob Rehof arbeiten an den beiden Standorten des 1992 gegründeten Instituts insgesamt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 2008).

Über CAST
CAST ist Pionier und weltweit führend im Bereich Application Intelligence. CAST gewährt IT-Verantwortlichen präzise, quantitativ definierte Einblicke, womit sofortige und signifikante Verbesserungen der Leistungsfähigkeit ihrer unternehmenskritischen Software-Applikationen erreicht werden. Mehr als 650 Kunden weltweit und aus allen Branchen vertrauen auf CAST - um Betriebsstörungen zu vermeiden bei gleichzeitiger Senkung der IT-Kosten. CAST ist ein wesentlicher Bestandteil der Softwareentwicklung und –wartung bei weltweit führenden IT-Service Providern wie Accenture, IBM, Capgemini und CSC.
CAST wurde 1990 gegründet und ist an der NYSE-Euronext Paris (Euronext: CAS) gelistet. CAST richtet sich an die Global 2000 Unternehmen weltweit mit einem globalen Netzwerk an Niederlassungen in den USA und Europa.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.castsoftware.com.