Lehrstuhl

Lehrstuhl für Industrielles Informationsmanagement

An der Fakultät Maschinenbau erforscht der Lehrstuhl Industrielles Informationsmanagement (bis 31. August 2018 Supply Net Order Management) innovative Konzepte, Verfahren, Architekturen und Lösungen für Geschäfts- und Logistiknetzwerke. Die Arbeiten zeichnen sich durch einen interdisziplinären Zugang zum Forschungsgegenstand an der Nahtstelle von Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre und Informatik aus.

Der Lehrstuhl ist am LogistikCampus angesiedelt und beteiligt sich an der Ausbildung von Logistikern, Maschinenbauern und Wirtschaftsingenieuren in den Studiengängen an der Fakultät Maschinenbau. Zahlreiche Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft kennzeichnen die Tätigkeiten in Forschung und Lehre.

Der Lehrstuhl wurde im Zeitraum September 2013 bis August 2018 von der Audi AG und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet.

 

 

 

 

Lehrstuhl für Software-Engineering

Am Lehrstuhl für »Software Engineering« der Technischen Universität Dortmund wird in Kooperation mit dem Fraunhofer ISST universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Auftragsforschung verknüpft. Aktuelle Forschungsthemen liegen in den Bereichen Software-Architektur, Geschäftsprozesse sowie den formalen und logischen Grundlagen des Software Engineerings.

Bereich Software-Architektur

Im Bereich Software-Architektur stehen moderne sowie abstrakte Architekturen im Fokus. Insbesondere die Spezifikation, Kommunikation, Muster und automatische Synthese von (branchenspezifischen) Geschäfts- und Software- Architekturen werden hier untersucht.

Bereich Geschäftsprozesse

Die Modellierung von neuen Geschäftsprozessen und die Rekonstruktion von Geschäftsprozessen aus Berichten (Logs) werden in diesem Bereich erforscht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse von Prozessmustern und Ad-hoc-Änderungen.

Bereich Formale Methoden

Im Bereich Formale Methoden des Software Engineerings werden das Verhalten und andere dynamische Eigenschaften von verteilten Systemen untersucht.

Professur für Gesundheitstechnologien

An der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum erforscht Prof. Dr. Wolfgang Deiters mit seiner Professur für nutzer*innenorientierte Gesundheitstechnologien im Department of Community Health die Potenziale und Herausforderungen, die technische Assistenzsysteme für eine Unterstützung von Health Professionals, Betroffene und deren Angehörige in der Gestaltung von Angeboten der Gesundheitsversorgung bieten. Dies betrifft die Prävention genauso wie die Unterstützung von Pflege- oder Rehabilitationsprozessen. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Frage, wie die Digitalisierung zu einer effizienten und menschengerechten Gesundheitsversorgung gestaltend eingesetzt werden kann. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierungsstrategien im Gesundheitswesen, nutzerorientierte digitale Gesundheitsdienste für Prävention, Therapie und Pflege, mobile Gesundheitsdienste, sozio-technische und ressourcenorientierte alltagsunterstützende Systeme für ein gesundes und langes Leben, digital unterstützte Versorgungsstrukturen sowie dem Aufbau von Strukturen zur digitalen Gesundheitskompetenz (Health Literacy).

Als Teil des Interprofessionellen Gesundheitszentrums verfolgt er mit seinen Kollegen das Ziel, die Angebote zur Gesundheitsversorgung interprofessionell zu konzipieren, zu erproben und verschiedenen Zielgruppen (Patienten, Angehörigen, Health Professionals, Wohnungswirtschaft, Kommunen etc.) diese Konzepte beratend zu vermitteln.

Vor seiner Tätigkeit an der hsg gehörte Prof. Wolfgang Deiters viele Jahre zum Führungsteam des Fraunhofer ISST. Er steht heute insbesondere der Abteilung »Digitization in Healthcare« als Senior Scientist und Berater zur Seite. Zahlreiche gemeinsame Projektaktivitäten resultieren aus dieser Kooperation.

 

 

 

 

Professur für Software-Engineering

Prof. Dr. Jan Jürjens, der am Fraunhofer ISST die Position des Director Research Projects einnimmt, hat an der Universität Koblenz-Landau als Professor für Software-Engineering die Leitung des Instituts für Softwaretechnik IST des Fachbereichs Informatik inne. Zwischen dem Fraunhofer ISST und dem Institut für Softwaretechnik besteht seit 2017 eine strategische Kooperation.

Der Lehrstuhl forscht zu modellbasierten Methoden und Werkzeugen für die Softwareentwicklung bei kritischen Systemen: Im Bereich »Softwarequalität« werden Analysen von Geschäftsprozess- und Software-Modellen auf Qualitätsattribute wie IT-Sicherheit, Transparenz und Compliance und statischer sowie laufzeitbasierter Software-Verifikation erarbeitet. Im Bereich »Management von Software-Großprojekten« wird die Erfassung und Analyse nicht-funktionaler Anforderungen thematisiert. Zum Thema »Softwarewartbarkeit« wird die Erhaltung von Anforderungen bei Software-Evolution untersucht. Die Methoden und Werkzeuge werden dabei u.a. auf Software-as-a-Service (SaaS) und Cloud-orientierte Softwarearchitekturen angewendet, sowie auf verteilte Datenarchitekturen wie dem Industrial Data Space, in denen noch keine »best practice«-Lösungen für die sichere Entwicklung existieren.

In der Lehre liegt der Schwerpunkt im Allgemeinen im Softwareengineering, der modellbasierten Softwareentwicklung und deren Spezialisierung für die Entwicklung sicherer Software.

Am Fraunhofer ISST koordiniert Prof. Jan Jürjens überwiegend die öffentlichen Förderprojekte sowie die wissenschaftlichen Publikationen des Instituts und gehört dem Programmmanagement-Kommittee der Initiative »Industrial Data Space« an.

Zwischen dem Fraunhofer ISST und dem Institut für Softwaretechnik gibt es bereits erste gemeinsame Kooperationsprojekte, wie beispielsweise das 2017 erfolgreich abgeschlossene EU-Projekt »Visual Privacy Management in User Centric Open Environments (VisiOn)«.