Augmented und Virtual Reality

Hologramme als Digitalisierungsstrategie

Der Fortschritt der Digitalisierung hat einen Nachteil, denn digitale Objekte sind nicht anfassbar und erlebbar – bis jetzt. Augmented Reality erlaubt eine Verknüpfung realer Situationen mit digitalen Objekten. Durch eine Interaktion mit Hologrammen mittels Gesten oder Sprache ist eine Visualisierung digitaler Inhalte als Teil der realen Welt möglich. Hologramme reagieren dabei nicht nur auf Benutzereingaben, sondern auch auf die sich stetig ändernde Umgebung.

Ist es eine intelligente Welt, die uns umgibt oder eine persönlichere Technik, die uns durch fortschrittliche Geräte bei der Vernetzung hilft?

Das Fraunhofer ISST erforscht mithilfe von Augmented Reality Anwendungen einen Weg, der beides verspricht. Virtuelle Objekte werden mit der Realität verbunden und bieten eine bisher unbekannte Form der Immersion. Die Welt präsentiert sich wie ein Computer mit unendlichem Bildschirm. Inhalte können überall im Raum platziert und genutzt werden, ohne dass man von der Außenwelt abgeschnitten ist. Der Nutzer kann sich viel freier bewegen und ist nicht mehr an einen Schreibtisch oder Arbeitsplatz gebunden.

Ärzte können in einer Konferenzschaltung aus dem Arztzimmer, von Zuhause oder direkt aus dem Operationssaal kollaborieren. Frei bewegliche Hologramme beschleunigen dabei die Umsetzung von alltäglichen Aufgaben bis hin zur Visualisierung einer Behandlung. Der Schritt von der zweidimensionalen Gegenwart auf dem Bildschirm in die dreidimensionale Welt der Hologramme erleichtert die Veranschaulichung eines Ablaufs, reduziert Fehlerquellen, spart Zeit und erlaubt ein rasches Voranschreiten in der Entwicklung neuer Methoden.