SMITH

Smart Medical Information Technology for Healthcare

SMITH – Smart Medical Information Technology for Healthcare: Innovative IT-Lösungen für eine bessere Versorgung von Patienten

Für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten entwickelt SMITH – Smart Medical Information Technology for Healthcare - innovative IT-Lösungen. Hierfür bündeln die 9 universitätsmedizinischen Standorte des Konsortiums medizininformatische, klinische, systemmedizinische, computerlinguistische und epidemiologische Kompetenzen. In Kooperation mit zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen und vier Industriepartnern etabliert SMITH an sieben der neun beteiligten Universitätskliniken Datenintegrationszentren. Die Zentren ermöglichen eine institutionen- und standortübergreifende Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung.

Das vom BMBF geförderte Konsortium SMITH will den Mehrwert dieser Datennutzung an drei Anwendungsfällen demonstrieren: So entwickelt das Konsortium innovative datenanalytische Methoden und Werkzeuge, die aus elektronischen Patientenakten automatisiert medizinische Informationen gewinnen. Diese Informationen können helfen, Versorgungsabläufe zu erforschen und zu verbessern. An zwei klinischen Anwendungsfällen will SMITH die Vorgehensweise belegen. Auf Intensivstationen sollen Patienten-Management-Systeme kontinuierlich ausgewertet werden, um den Zustand der Patientinnen und Patienten automatisiert zu überwachen, was ein schnelleres therapeutisches Eingreifen ermöglicht. In einem weiteren Anwendungsfall unterstützt ein computerbasiertes Entscheidungshilfesystem Ärztinnen und Ärzte beim leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika. Dies soll die frühzeitige und gezielte Bekämpfung bakterieller Infektionen verbessern und das Auftreten von Antibiotikaresistenzen reduzieren.

Um die Aus-, Fort- und Weiterbildung und den Einsatz von Fachpersonal im Rahmen der deutschlandweit geplanten Datenintegration zu stärken, sind außerdem an allen Standorten die Etablierung neuer Professuren und der umfangreiche, strukturierte Ausbau von Lehrangeboten geplant.

Mit der Kooperation in Bezug auf Dokumentation, Datenhaltung und Datenaustausch, der technischen Umsetzung in den Datenintegrationszentren sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung soll im SMITH-Projekt als übergeordnetes Ziel die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Versorgung von Patienten in Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland nachhaltig verbessert werden.

Das Fraunhofer ISST als Teil des Konsortium SMITH:

Das Fraunhofer ISST ist hierzu mitverantwortlich für die Konzeption und Entwicklung des SMITH-Marketplace. Dieser ist ein Zugriffspunkt für Externe auf Daten sowie Dienste (z.B. Algorithmen) des Konsortiums und unterstützt das Contracting mit diesem. Zur Umsetzung fließen Vorerfahrungen aus der »Elektronischen FallAkte« sowie konzeptionelle Bausteine des Industrial Data Space ein: Connector, Brocker und App-Store werden unter Berücksichtigung der Anforderungen erweitert und unterstützen die Idee eines Medical Data Space.

Seit Januar 2018 befindet sich die Arbeit des Konsortiums »SMITH« nun in der Aufbau- und Vernetzungsphase. Unsere Aufgabe im Konsortium besteht darin, gemeinsam mit den Partnern von SAP und dem Uniklinikum Aachen, den »SMITH«-Market-Place zu konzeptualisieren und implementieren. Als Vertreter der Standards von »Integrating the Healthcare Enterprise« (IHE) und »Health Level 7« (HL7) unterstützen wir die Nutzung und das Voranbringen solcher Standards, um sicher zu stellen, das Informations- und Kommunikationstechnologische (ICT) Systemarchitekturen herstellerneutral sind. Aufgrund unserer langjäjhrigen Erfahrung mit Digitalisierungsprozessen im Bereich des Gesundheitswesens als auch in der Industrie, wurden wir, als einziges Institut der Fraunhofer-Gesellschaft, in das Konsortium aufgenommen. Neben der innovativen Denke, die unsere Forscher mit ins Konsortium bringen, greifen wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurück: so finden im Konsortium »SMITH« u. a. Aspekte vorangegangener und noch laufender Projekte Anwendung, wie z.B. der Elektronischen FallAkte (EFA) sowie einiger Teilaspekte des »Industrial Data Space« (IDS), was hier eine Unterstützung für die Idee und Schaffung eines »Medical Data Space« bildet.

Als Teil des Konsortiums zeigen wir, dass das Fraunhofer ISST jetzt schon einer der Vorreiter in der Entwicklung von Krankenhaus IT ist und dies auch zukünftig sein wird. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Krankenhäuser, die Versorgung von Patienten und die medizinische Forschung, zukunftsfähig zu machen.

Ziel der Medizininformatik-Initiative (MII) ist die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die MII bis 2021 mit über 150 Millionen Euro. In den vier Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH arbeiten nahezu alle Einrichtungen der Universitätsmedizin in Deutschland an über 30 Standorten gemeinsam mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Krankenkassen und Patientenvertretern daran, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, damit Erkenntnisse aus der Forschung direkt den Patienten erreichen können. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei höchste Priorität.

Im Konsortium Smart Medical Information Technology for Healthcare (SMITH) haben sich 9 Universitätskliniken sowie 9 weitere Partner aus Forschung und Industrie zusammengeschlossen. SMITH wird von 2018 bis 2021 mit einem Gesamtfördervolumen von 44,97 Millionen vom BMBF gefördert.

 

Konsortialführer

Universität Leipzig

Konsortialpartner

Aachen

 

RWTH Aachen 2)
Uniklinik RWTH Aachen AöR 2), 4)

Berlin

 

ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA 2)

Bonn

 

Universitätsklinikum Bonn 2), 4)

Dortmund

 

Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST 2)

Düsseldorf

 

Universitätsklinikum Düsseldorf 3)

Essen

 

Universitätsmedizin Essen 2), 4)
März Internetwork Services AG 2)

Freiburg

 

Averbis GmbH 2)

Halle

 

Universitätsklinikum Halle (Saale) 2), 4)

Hamburg

 

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 2), 4)

Jena

 

Friedrich-Schiller-Universität Jena 2)
Universitätsklinikum Jena 2), 4)

Jülich

 

Forschungszentrum Jülich 2)

Leipzig

 

Universität Leipzig 1)
Universitätsklinikum Leipzig AöR 2), 4)

Leverkusen

 

Bayer AG 2)

Rostock

 

Universitätsmedizin Rostock 3)

1)    Konsortialleitung
2)    Konsortialpartner
3)    Vernetzungspartner
4)    Aufbau Datenintegrationszentrum

 

Laufzeit

Januar 2018 bis Dezember 2020

 

Förderung

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Kennzeichen 01ZZ1803J.