Health-Infrastrukturen

IT-Standards für den Austausch von Behandlungsdaten

Der Digitalisierungstrend im Gesundheitswesen erfordert Datenautobahnen, um eine bedarfsgerechte Verteilung der anfallenden Daten und Informationen zu ermöglichen. Gesundheitsdaten sind zumeist hochgradig personen- oder sogar patientenbezogen, woraus sich eine Vielzahl von Datenschutzanforderungen ergeben. Des Weiteren fordern internationale Standards wie IHE oder HL7 und bestehende semantische Konzepte wie LOINC oder SNOMED besondere konzeptionelle Herangehensweisen ein.

Welche datenschutzrechtlichen und konzeptionellen Anforderungen werden an Infrastrukturen für das Gesundheitswesen gestellt?

Die Abteilung erforscht Konzepte und Implementierungen für föderale und zentrale Infrastrukturen, welche die internationalen Standards berücksichtigen und den Anforderungen des Datenschutzes entsprechen. Zielsetzung ist es, dass sich jede Infrastruktur in die bestehenden Systemumgebungen einfügt. Hierbei werden auch politische Entwicklungen rund um die Telematikinfrastruktur, den §291a, die Patientenakte und das Patientenfach mit berücksichtigt.

Seit über zehn Jahren begleitet und betreut das Fraunhofer ISST die Entwicklungen der Elektronischen FallAkte (EFA), einer fallbasierten Aktenlösung zur intersektoralen Kommunikation. »On-top-of-EFA« werden schon jetzt eine Vielzahl von Digital Health Diensten wie EPItect oder NephroTeTe entwickelt. Das Institut ist Mitglied der HL7 Deutschland und IHE Deutschland.