AMable

Integration von Industrial Data Space und Blockchain zur Unterstützung der additiven Fertigung

Das Hauptziel des »AMable«-Projekts (www.amable.eu) besteht darin, die Nutzung von Technologien für die additive Fertigung (AM) durch KMU / Mid-Caps zu ermöglichen, die zur Entwicklung innovativer Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle und neuer Modelle der Wertschöpfungskette führen, damit ihre Ideen und Geschäftsfälle lebendig werden lassen und ihre Innovationen additiv produzierbar machen (»AMable«). Um die Hürden für EU-KMU / Mid-Caps beim Einstieg zu verringern, schafft »AMable« ein Ökosystem für die additive Fertigung. Das Ökosystem umfasst einen Marktplatz für Dienstleistungen, die die Entwicklung eines additiv gefertigten Produkts über die Herstellungsphasen vom Konzept über Konstruktion, Druck und Verarbeitung vorantreiben. Mitglieder des »AMable«-Ökosystems sind Anbieter von additiven Fertigungsdiensten, Nutzern dieser Dienste (d. H. Hauptsächlich KMU) und AMable-Infrastrukturanbietern.

Um sein Ziel zu erreichen, bietet »AMable« einen digitalen Marktplatz für die Buchung von AM-Diensten und eine sichere Infrastruktur für den Informationsaustausch zwischen AM-Dienstanbietern und AM-Dienstnutzern. Der Informationsaustausch nutzt den »International Data Space« als Basis, erweitert um die Blockchain-Technologie. Daher enthält die »AMable«-Infrastruktur die folgenden Komponenten:

  • »International Data Space«-Konnektoren für die sichere Datenverarbeitung in verteilten Fertigungsumgebungen
  • Eine in »International Data Space« integrierte Blockchain-App als Client für die Blockchain-Infrastruktur
  • Eine Blockchain-Instanz zur überprüfbaren Aufzeichnung von Transaktionen

Mit anderen Worten, das »AMable«-Ökosystem nutzt einen kombinierten »International Data Space« / Blockchain-Ansatz für eine kontinuierliche, lückenlose, verschlüsselte Dokumentation des Produktentwicklungsvorgangs über die gesamte Wertschöpfungskette von IP-relevanten Ideen bis hin zu qualitätsrelevanten Fertigungsprozessereignissen.

Das Fraunhofer ISST als Mitglied des »AMable«-Konsortiums ist verantwortlich für die Bereitstellung von Technologie und Beratung, um die »International Data Space«-Technologie für »AMable«-Stakeholder nutzbar zu machen und die Integration des »International Data Space« mit Hyperledger Fabric als Open-Source-Implementierungsbasis für Community Blockchain-Lösungen zu unterstützen.

Neben der Anpassung eines »International Data Space« Base Connectors an »AMable« hat das Fraunhofer ISST eine Testumgebung für »AMable«-Informationsaustausch eingerichtet, die eine kombinierte Industrial Data Space / Hyperleger Fabric-Infrastruktur nutzt.

Die »International Data Space« Connectoren ermöglichen die Verknüpfung von Datenartefakten (z.B. CAD-Datei, Simulationsergebnis) mit Kontrakten, Datentransfers zwischen zwei Connektoren mittels Industrial Data Space Nachrichten sowie den Aufruf von Hyperledger Fabric Chaincodes (auch Smart Contracts genannt) zur Erfassung von Transfertransaktionen.