Data Valuation - Was sind meine Daten wert?

Die wachsende Bedeutung von Daten in digitalen Geschäftsmodellen zwingt Unternehmen dazu, sich mit dem Wert ihrer Daten auseinanderzusetzen. Doch nur wenige Unternehmen können heute schon die Frage nach dem Wert ihrer zufriedenstellend beantworten. Das Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST arbeitet mit wissenschaftlich fundierten Herangehensweisen und der benötigten Expertise entsprechende Bewertungsansätze aus. Es unterstützt seine Partner, implizit genutzte Prozesse und Methoden zur Bewertung von Daten explizit zu machen, diese transparent darzustellen und in der gesamten Unternehmung im Rahmen einer Data Governance zu implementieren. Sämtliche Prozesse werden dabei durch individuell entwickelte Softwaresysteme unterstützt.

Im Juni 2016 verkündete Microsoft den Kauf von LinkedIn für einen Gesamtpreis von 26,2 Milliarden $. LinkedIn besitzt wie viele andere Unternehmen der Digital Economy vergleichsweise wenige materielle Vermögenswerte, weshalb sich der Wert vor allem auf die Nutzerdaten und deren Verknüpfungen zurückführen lässt. Im Juni 2016 hatte LinkedIn eine Nutzerzahl von 433 Millionen Nutzern, was bei einer (zugegebenermaßen vereinfachten) Berechnung einen Wert von 60,50 $ pro Nutzerdatensatz ergibt.

Ist ein solcher Preis gerechtfertigt? Welche Kriterien definieren den Preis eines einzelnen Datensatzes? Wie könnten alternative und transparentere Methoden zur Berechnung des Wertes von Daten aussehen?

Eine eindeutige Antwort auf diese Fragen gibt es noch nicht. Die Datenbewirtschaftung ist ein zentrales Forschungsthema, das im Zuge der digitalen Transformation und der Fokussierung auf digitale Geschäftsmodelle rasant an Bedeutung gewinnt. Die steigende Relevanz des Themas wird noch deutlicher, wenn man sich die Wachstumsraten der Daten ansieht, die im Rahmen von Big Data und Data Analytics in den Unternehmen verarbeitet werden. Einem Bericht von Forbes zufolge, werden dies bis zum Jahr 2025 180 Zetabytes (180 Trillionen Gigabyte) sein. Die Rolle der Daten für die Bottom Line zeigt dabei die Tatsache, dass Ende 2017 bei den Fortune 500 die Umsatzsteigerung von datengetriebenen Geschäftsmodellen im Vergleich zum restlichen Produktportfolio doppelt so hoch sein werden. Als eigenständiges Produkt werden Unternehmen auf sich bildenden Marktplätzen Datengüter sowohl einkaufen, als auch verkaufen.

Was die Bewertung der Daten zu einem wichtigen und aktuellen Forschungsthema macht, ist die Tatsache, dass die exakte Bestimmung eines Preises für Daten schwierig ist. Zur Verbesserung des Status Quo sollten Unternehmen jedoch jetzt mit der Entwicklung solcher Methoden beginnen!

Wie attraktiv die Auseinandersetzung mit dem Datenwert ist, zeigt auch eine Prognose des Beratungshauses PwC:. Demnach wird der Umsatz einer Bewirtschaftung von Datengütern allein für den Finanzsektor auf 300 Milliarden $ im Jahr 2018 geschätzt.

Erste Ansätze zur Bewertung von Datengütern existieren bereits. Diese orientieren sich an Methoden der materiellen Güter und lassen sich in drei Gruppen gliedern:

  • Herstellkosten: Die Kosten für die Beschaffung und/oder die Erzeugung der Daten bilden den Datenwert.
  • Nutzwert: Der Beitrag der Daten zur Prozessleistung stellt den Wert der Daten dar. Hierunter fallen beispielsweise Beiträge zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, zur Vermeidung von Lagerbeständen und damit zur Reduktion gebundenen Kapitals sowie der effizientere Einsatz von Vertriebspersonal in Geschäftsmodellen mit Direktvertrieb.
  • Marktwert: Daten werden am Markt verkauft, so dass der Verkaufspreis den Wert der Daten bestimmt

Sie möchten wissen, was Ihre Daten wert sind? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Basierend auf wissenschaftlichen Methoden und unserer umfangreichen Expertise arbeiten wir entsprechende Bewertungsansätze aus. Wir unterstützen Sie dabei, implizit genutzte Prozesse und Methoden zur Bewertung von Daten explizit zu machen. Dazu zählen auch eine transparente Darstellung und eine Implementierung im Rahmen der Data Governance in Ihrem Unternehmen, wobei sämtliche Prozesse durch individuell entwickelte Softwaresysteme unterstützt.

Projektinformation

DATA GOVERNANCE IN DER DIGITAL ECONOMY –

Strategie, Organisation, Architektur