Gesundheitswesen – Aktuelle Projekte für Forschung und Industrie

BodyTune: Automatisierte Audioanalyse von Flussgeräuschen der Arteria Karotis

Während die Arteriosklerose bis zum Auftreten von Komplikationen symptomfrei verläuft, stellen deren Folgeerkrankungen (Schlaganfall oder Herzinfarkt) die häufigste Ursache für einen frühzeitigen Tod in den Industriestaaten dar.

CLINOTEL: »Digitale Reife« von Krankenhäusern

CLINOTEL ist ein Verbund aus über 60 Krankenhäusern (IK-Nummern, Stand 2018). Die einzelnen Mitgliedshäuser wollen nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein und ihre Dienstleistungen in Übereinstimmung mit dem aktuellen medizinischen Wissen und der besten verfügbaren Praxis erbringen.

Das Digitale Krankenhaus NRW

Insgesamt erbringen in Nordrhein-Westfalen 344 Krankenhäuser Leistungen an 4,6 Millionen stationären und 5 Millionen ambulanten Patientinnen und Patienten. Den direkten Einfluss der Digitalisierung zu bemessen, erscheint schwierig. Eine digital unterstützte Kommunikation schafft dabei eine Durchgängigkeit sowohl im Krankenhaus wie auch zu extern unterstützenden Strukturen.

Digitaler Engel

Die Tätigkeit von Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern erfordert nicht nur hohe fachliche Kompetenz, sondern gleichzeitig auch eine ausgeprägte individuelle Interaktionsarbeit mit Patient*innen. Zur Gewährleistung einer hochwertigen individuellen Pflege müssen neben Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten auch dessen Gefühle berücksichtigt werden.

DaWID: Datenzentrierte Wertschöpfungsplattform für Interaktive, assistierende Dienstleistungssysteme

Daten gelten als Rohstoff des aktuellen Jahrhunderts – bereits 2012 bezeichnete das Weltwirtschaftsforum persönliche Daten als neue Anlageklasse. Ein Wandel hin zu digitalen Geschäftsmodellen auf Basis von Daten ist gefordert und bereits heute erkennbar. Das Ziel des Projektes »DaWID« ist die Erforschung und Erprobung einer datenzentrierten Wertschöpfungsplattform, auf der Nutzer*innen ihre Daten transparent und souverän verwalten können.

Digital Life Journey: Selbstbestimmtes Leben in einer sich digitalisierenden Welt

Die »Digital Life Journey« beschreibt uns von unserer Geburt an bis hin zu unserem Tod. Dabei kommt die Frage auf: Könnte man den einzelnen Bürger in seiner Gesamtheit beschreiben, wenn man alle seine Daten zusammenführen würde – das »Digitale Ich« sozusagen? Diese »Digital Life Journey« zeigt auf, wie jeder Mensch wieder zum Souverän seiner Daten wird und in welcher Art und Weise Gesellschaft, Technologie, Ethik, Recht und Ökonomie zusammenspielen müssen.

eDem-CONNECT: Entwicklung einer Kommunikations- und Dienstleistungsplattform für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz

Im Projekt »eDEM-Connect« erforschen wir wie pflegende Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankungen, welche sich mit Agitation konfrontiert sehen, durch technische Lösungen unterstützt werden können. Ziel des dreijährigen Projektes ist der Aufbau und die Bereitstellung einer chatbotbasierten Kommunikations- und Dienstleistungsplattform.

EPItect: Sensorische Anfallsdetektion

Epilepsie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Charakteristisches Symptom sind wiederkehrende epileptische Anfälle, die für Betroffene und Pflegende sehr belastend sind: Sowohl die Unvorhersehbarkeit der Anfälle, als auch die Bewusstseinsstörungen und der Kontrollverlust über verschiedene Körperfunktionen tragen dazu bei, dass sich die Betroffenen schwerwiegende Verletzungen zuziehen können, die eine Pflege erschweren.

GAPP: Unterstützung des Zulassungsprozesses für Blut-, Gewebe und Zellprodukte

Rechtzeitiger Zugang zu sicheren Arzneimitteln ist ein zentrales Thema für die klinische Medizin. Dabei spielt die risikobasierte Bewertung von Qualität, Sicherheit und Wirk-samkeit dieser Arzneimittel eine große Rolle.

I/E-Health-NRW: Hand in Hand bestens versorgt

Das Projekt »I/E-Health-NRW« hat zum Ziel, unter Berücksichtigung des E-Health-Gesetzes und der Migrationsfähigkeit in die Telematikinfrastruktur die bestehenden standardisierten technologischen Verfahren in Modellregionen in NRW zu erproben und zu etablieren. So können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser Patientendaten über die Elektronische Fallakte und KV-Connect-Daten austauschen.

interopEHRate: Selbstbestimmter Umgang mit Daten aus elektronischen Gesundheitsakten

Gesundheitsdaten von EU-Bürger*innen sind heute über verschiedene IT-Systeme unter-schiedlicher Einrichtungen des Gesundheitswesens verteilt. Ein hinreichender Datenaus-tausch im Rahmen der regionalen, nationalen und insbesondere grenzübergreifenden Gesundheitsversorgung in den EU-Ländern (continuity of care) ist trotz wachsender Zahl zentralisierter Infrastrukturen auf Basis digitaler Gesundheitsakten kaum möglich.

HealthReality: Reallabor und interaktive Service Plattform für nutzerzentrierte Serious und Health Games

Das Projekt schafft mithilfe eines Experimentierraums, des sogenannten Health Reality Labs, sowie mit der Health Reality Plattform eine reale und digitale Umgebung, um die Übertragung zwischen Kreativ- und Gesundheitswirtschaft im Bereich von Anwendungen der erweiternden Realität zu fördern. Es werden Best Practices und Design Principles zur gebrauchstauglichen Umsetzung von Augmented Reality/Virtual Reality-Anwendungen erforscht und Gütekriterien festgelegt.

Leistungszentrum Logistik und IT: Innovationsökosystem am Wissenschaftsstandort Dortmund

Unter dem Dach des Leistungszentrums Logistik und IT arbeiten wissenschaftliche Institutionen aus Dortmund zusammen, die schon heute – jede für sich – die Logistikforschung prägen und vorantreiben. Im Leistungszentrum bauen sie nun nicht nur gemeinsam, sondern synergetisch eine nationale Infrastruktur und ein offenes Innovationsökosystem zusammen mit der Industrie auf – von der Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung.

MightyU: Health Gaming für Kinder und Jugendliche mit infantiler Cerebralparese

Die infantile Cerebralparese (ICP), eine chronische Erkrankung des Bewegungsapparates, führt aufgrund einer Schädigung des zentralen Nervensystems im frühkindlichen Alter zu motorischen Beeinträchtigung. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer mitwachsenden und motivationssteigernden Technologie zur Trainingsunterstützung von Kindern und Jugendlichen mit ICP.

NephroTeTe: Telemedizinische Technologien zur Unterstützung intersektoraler Versorgung nephrologischer Patientinnen und Patienten

Zehn Prozent der Weltbevölkerung sind Betroffene einer chronischen Nierenerkrankung (CKD). In der Europäischen Union liegen diese Zahlen bei drei bis 17 Prozent, was einer ähnlichen Prävalenz wie der für Diabetes mellitus entspricht.

PCompnion: Mobiles Gesundheitssystem zur Unterstützung von Parkinsonpatienten

Bevor es bei Parkinsonerkrankten zu Bewegungsstörungen kommt, treten oft bereits Veränderungen bei der Regulation von vegetativen Körperfunktionen und des Schlafs auf. Zum jetzigen Zeitpunkt steht jedoch kein breit verfügbares Screening- und Monitoringsystem zur Verfügung, welches diese Früherkennung leisten kann.

PanDa@IDS: Pandemiebezogene Datenspende auf Basis von Datensouveränitätsprinzipien des Medical Data Space

Die Versorgung und Forschung in Bezug auf Pandemien setzt in der Retrospek-tive, in der Akutsituation wie auch in der Prospektive die Verfügbarkeit von Daten der medizinischen Versorgung voraus. Eine longitudinale Betrachtung von Krankheitsverläufen erfordert a) komplexe rechtliche Konstrukte (Ethikan-trag, Zweckbestimmung), aber insbesondere die Einwilligung der Patientinnen und Patienten sowie b) Zugangspunkte zu datenerfassenden Endpunkten in der Versorgung sowie Forschung.

Plattformstrategie für Krankenhäuser: Integrating the Healthcare Enterprise (IHE) und Klinisches Arbeitsplatzsystem (KAS)

Die Barmherzigen Brüder Trier-Gruppe (BBT) hat einen Innovationsprozess gestartet, um den zukünftigen Versorgungsbedarfen aus Sicht der Demografie sowie dem Trend einer sich stetig digitalisierenden Gesellschaft gerecht zu bleiben. Ein wesentliches Ziel ist es, durch die digitalen Möglichkeiten unterstützende, durchgängige und kooperative Prozesse zu realisieren.

ViDa: Videogestütztes Telekonsil und Datenspende auf Basis der Elektronische FallAkte

Pandemien erfordern digitale Lösungen, um Strukturen der Gesundheitsversor-gung aufrechterhalten und gleichzeitig die Gesundheitsforschung verbessern zu können. Mit der Elektronischen FallAkte (EFA) hat das Fraunhofer ISST schon jetzt einen zentralen Baustein zur Sicherstellung und Verbesserung der Versor-gung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten bereitgestellt (Technology Rea-diness Leven (TRL): 9).

© Land NRW / Ralph Sondermann