ROBO REHKIDS

 

ROBO REHKIDS – Kompetenzzentrum für interaktive AssistenzROBOtik für REHaKIDS

 

Der gesellschaftliche und inzwischen auch rechtliche Anspruch (siehe Bundesteilhabegesetz), gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit den verschiedensten Formen von Behinderungen zu realisieren, ist einerseits fest verankert, andererseits hakt die Umsetzung noch an den meisten Stellen gewaltig. Neben dringend notwendigen konzeptionellen, organisatorischen und personellen Anpassungen sind auch die Potenziale für robotische Assistenzsysteme in diesem Bereich noch lange nicht ausgeschöpft. Dabei bietet ihr Einsatz gerade bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen besondere Chancen, weil deren unvoreingenommene Einstellung zu respektive. ihre Lernfähigkeit mit technischen Assistenzsystemen besonders ausgeprägt ist. Die intensivierte, eigenbestimmte und alltagsnahe Nutzung solcher Assistenzrobotik bietet daher gute Möglichkeiten, um Teilhabe und auch Versorgungsqualität unter gegebenen gesundheitsökonomischen Bedingungen zu verbessern. 



 

Die Herausforderung

Das Projekt »ROBO REHKIDS« hat zum Ziel, die Machbarkeit sowie die Wirksamkeit und Auswirkungen des Einsatzes von Assistenzrobotik zur Therapie und Förderung der Zielgruppe empirisch zu untersuchen. Referenzprozesse aus dem Versorgungs- und häuslichen Alltag bilden die Grundlage für die zu erforschenden Interaktionsszenarien und muster. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung existierender Systeme mit Hinblick auf die Mensch-Roboter-Interaktion. Begleitend zur Evaluation und Verbesserung der robotischen Systeme wird die Integration in die Versorgung aus Perspektive der Usability, der Ethik und Sicherheit, des Versorgungsprozesses, des Medizinproduktegesetzes, der Gesundheitsökonomie sowie der Standardisierung und Migration in die bestehenden technischen Infrastrukturen bearbeitet.

 

Unsere Leistung

Die wissenschaftlichen Arbeitsziele der Konzeptphase des Projekts ROBO REHKIDS erstrecken sich im Wesentlichen auf die Machbarkeitsstudie des Kompetenzzentrums sowie der Konzeptentwicklung eines Modellvorhabens. Mit dem Kompetenznetzwerk sollen organisatorische Strukturen und Methoden für den Einsatz sowie der Weiterentwicklung robotischer Systeme für Kinder mit Behinderungen geschaffen werden. Die strukturierte Ableitung der Strategie des Kompetenzzentrums erfolgt im Sinne der Ganzheitlichkeit auf Basis der Balanced Scorecard-Methode, die um eine soziawissenschaftliche und sozialpolitische Perspektive erweitert wurde.    

 

Das Ergebnis

Die Ergebnisse des sechsmonatigen Konzeptionsprojekts sind:

  • Ausdifferenzierung des Innovationsfelds und Erarbeitung der strategischen Basis in Form eines Leitbilds sowie Handlungsempfehlungen
  • Konzepterstellung Kompetenzzentrum sowie Initialisierung
  •  Umsetzungsvorbereitung des Modellvorhabens einschließlich der Konkretisierung des Szenarios sowie der Auswahl relevanter Anwendungs- sowie Technikpartner

 

Partner

  • MedEcon Ruhr GmbH
  • Beuth Hochschule für Technik - Forschungslabor für Neurorobotik
  • Alice Salomon Hochschule Berlin

 

Die Förderung

  • Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion »Technik zum Menschen bringen«
  • Förderkennzeichen: 16SV8633
  • Laufzeit: 03/2021-08/2021  

 


 

Workshop »Assistenzrobotik bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung«

Nach einer Einführung zum Projekt mit Sicht auf die Ausgangssituation sowie Darstellung der Ziele des Kompetenzzentrums wollen wir den Einsatz von Assistenzrobotik bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen von verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.

Der Workshop richtet sich an Alle, die sich mit Ihren Erfahrungen aus der Praxis an der Diskussion beteiligen und das Thema aktiv mitgestalten wollen.

Datum

20. Mai 2021

Veranstaltungsort

 Online-Event

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