Data Ecosystems im Gesundheitswesen

Daten als wertvolle Ressource im Behandlungsprozess

Insbesondere im Gesundheitswesen spielen Sensoren, elektronische Patientenakten oder intelligente Sensornetzwerke eine wichtige Rolle. Ein Trend in der Gesundheitsbranche ist die Verbreitung und Verstärkung von Cyber Physical Systems (CPS). Hierbei werden Sensorsysteme, Datenerfassungstechniken, Datenverarbeitungsmethoden und reale Prozesse miteinander kombiniert und integriert. Auch der Trend der mobilen Gesundheit, d.h. die Verwendung gesundheitsspezifischer Apps zur Dokumentation gesundheitsbezogener Daten, sorgt dafür, dass immer mehr Bürger- bzw. Patientendaten zur Verfügung stehen. Diese nicht nutzbar zu machen, würde Innovationen verhindern, die die Behandlung diverser Erkrankungen erleichtern (4P-Medizin) sowie Leistungserbringer entlang des Prozesses, z.B. durch Dokumentationsunterstützung, entlasten.

Eine Integration und Analyse dieser Daten bietet ein enormes Potenzial für die Schaffung besserer Medikamente, besserer Therapien, besserer Gesundheitsleistungen und kann sich so direkt auf unsere persönliche Gesundheit auswirken. Bei all diesen positiven Eigenschaften darf jedoch nicht der Mensch aus dem Mittelpunkt gerückt werden. Es muss sichergestellt werden, dass die individuellen Interessen und der Nutzen der Gemeinschaft im Auge behalten und die Persönlichkeitsinteressen des Einzelnen gewahrt werden. Das daraus resultierende Daten-Ökosystem – bestehend aus Patienten, Anbietern medizinischer Geräte, Gesundheitsdienstleistern, Versicherungen und Pharmaunternehmen – muss die Datensouveränität des Patienten sowie das individuelle Interesse der Branche gewährleisten. Da das Gesundheitswesen von mehreren regulatorischen Rahmenbedingungen bestimmt wird, ist es nicht einfach, medizinische und geschäftliche Interessen zusammenzubringen. Nur mit gemeinsam vereinbarten Regeln wird das Ökosystem als Ganzes betrachtet und garantiert den Profit aller Mitglieder.