Die Digital Business Engineering-Methode

Die Digital Business Engineering-Methode

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Digitalisierung neue Geschäftschancen bietet und dass Daten eine strategische Ressource geworden sind. Laut einer Umfrage von McKinsey1 beklagen jedoch mehr als die Hälfte aller Unternehmen, dass die derzeitige Aufbauorganisation des Unternehmens nicht zu den Anforderungen der Digitalisierung passt und dass zudem Informations- und Kommunikationssysteme (IuK-Systeme) fehlen, um die Chancen zu nutzen. In über 40 Prozent aller Fälle sind eine schlechte Datenqualität, fehlende Führung durch das Management sowie mangelnde Fachkompetenz Transformationsbarrieren. Schließlich behindern fehlende IuK-Kompetenzen die Umsetzung digitaler Transformationsmaßnahmen.

Gemeinsam mit der Universität St. Gallen hat das Fraunhofer ISST eine Methode für das Digital Business Engineering entwickelt. Mit diesem Vorgehensmodell unterstützen wir Unternehmen bei der digitalen Transformation. Wir richten uns damit an Projekt- und Linienverantwortliche aus Marketing, Vertrieb, Geschäftsentwicklung, Supply Chain Management sowie der IT.

[1] (Quelle: McKinsey: Minding your digital business. In: MicKinsey on Business Technology (2012) Nr. 27, S. 24-31.)

Digital Business Engineering ist ein modell-getriebener und methodenbasierter Transformationsansatz für das digitale Zeitalter. Unternehmen profitieren von unserer Methode, weil sie Führung und Struktur in einem relativ unerforschten Handlungsfeld bietet und weil Praxiserfahrungen in der Anwendung kontinuierlich in die Methodenweiterentwicklung einfließen. Mit unserem Digital Business Engineering unterstützen wir Sie auf allen Ebenen: strategisch bei der Neuausrichtung hinsichtlich Digitalisierung, bei der Adaption Ihrer Prozesse und natürlich bei der technischen Umsetzung auf Systemebene.

Ende-zu-Ende-Kundenprozess
Mit Techniken wie »Customer Journeys« und der »Multi-Channel«-Analyse helfen wir bei der Analyse, Modellierung und Beschreibung des Kundenprozesses von der Entstehung eines bestimmten Produkt- bzw. Dienstleistungsbedarfs bis hin zur Nachbereitung.

Digitales Ecosystem
Der Ende-zu-Ende-Kundenprozess kann in den meisten Fällen nicht von einem Unternehmen allein unterstützt werden, sondern mehrere Unternehmen bilden dazu ein Ecosystem. Unsere Techniken der Netzwerkanalyse ermöglichen die Identifikation und Analyse der Akteure im Ecosystem sowie ihrer Interaktion.

Digitale Produkte und Dienstleistungen
Viele Leistungsangebote im digitalen Zeitalter reichern physische Produkte und / oder klassische Dienstleistungen rund um digitale Dienste an. Andere wiederum basieren auf digitalen Plattformen, auf deren Basis verschiedene Software-Dienste entwickelt werden, die dann wiederum ein individualisiertes Angebot ermöglichen.

Digitale Fähigkeiten
Referenzmodelle für »Digital Capabilities« dienen als Blaupause, um die Kompetenzlücken sowohl in fachlicher als auch in informationstechnischer Hinsicht zu schließen.

Datenarchitektur und »Data Value Chain«
Digitale Geschäftsmodelle basieren auf Daten, die – anders als in der Vergangenheit – aus unterschiedlichen internen und externen Quellen stammen, unterschiedlicher Natur sind, in unterschiedlichen Volumina und Frequenzen anfallen und von unterschiedlicher Qualität sind. Techniken des Datenarchitekturmanagements helfen bei der Erstellung von Datenlandkarten für digitale Anwendungsfälle. Zudem müssen Unternehmen die Datenwertkette identifizieren, analysieren und im Sinne eines Ende-zu-Ende-Kundenprozesses modellieren.

Digitale Technologiearchitektur
Zur Unterstützung des digitalen Geschäftsmodells kombinieren wir mit unseren digitalen Systemarchitekturen bestehende betriebliche Anwendungssysteme (z.  B. ERP, CRM, MES) mit neuen Technologien (z. B. In-Memory-Datenbanken, Big-Data-Software, mobile Applikationen).