Workshop  /  20. Mai 2021

Workshop »Assistenzrobotik bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung«

Der gesellschaftliche und rechtliche Anspruch, gesellschaftlicher Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit den verschiedensten Formen von Behinderungen zu realisieren, ist einerseits fest verankert, andererseits hakt die Umsetzung noch an den meisten Stellen gewaltig. Dabei bietet intensivierte, eigenbestimmte und alltagsnahe Nutzung von Assistenzrobotik gute Möglichkeiten, um Teilhabe und auch Versorgungsqualität unter gegebenen gesundheitsökonomischen Bedingungen zu verbessern.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt »ROBO REHKIDS – Kompetenzzentrum für interaktive AssistenzROBOtik für REHaKIDS« hat daher das Ziel, die Machbarkeit sowie die Wirksamkeit und Auswirkungen des Einsatzes von Assistenzrobotik zur Verbesserung der Versorgungsqualität sowie der gesellschaftlichen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit den verschiedensten Formen von Erkrankungen und Behinderungen empirisch zu untersuchen. Basierend auf diesen Erkenntnissen soll ein Kompetenzzentrum entstehen, dass künftige Projekte beratend begleiten kann. Neben der Verbesserung der robotischen Systeme wird auch die Integration in die Versorgung aus Perspektive der Anwendbarkeit, der Ethik und Sicherheit, des Versorgungsprozesses, des Medizinproduktegesetzes, der Gesundheitsökonomie sowie der Standardisierung und Migration in die bestehenden technischen Infrastrukturen untersucht.

Dazu laden wir Sie herzlich am 20. Mai 2021 von 15:00 Uhr bis 17:30 zum ersten Themenworkshop »Assistenzrobotik bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung – eine multiperspektivische Betrachtung» ein!

Das Ziel des Workshops: Nach einer Einführung zum Projekt mit Sicht auf die Ausgangssituation sowie Darstellung der Ziele des Kompetenzzentrums wollen wir den Einsatz von Assistenzrobotik bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen von verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.

  • Was sind mögliche Anwendungsszenarien? Wie sind die Bedarfe aus Versorgungsprozess- und Anwendersicht?
  • Wie soll aus Sicht eines Anwenders ein robotisches System gestaltet sein? Was sind wichtige Akzeptanzkriterien?
  • Was sind ethische und sozialwissenschaftliche Implikationen?
  • Was wären messbare Mehrwerte und wie kann das Angebot in die Versorgungskette integriert werden?

Der Workshop richtet sich an Alle, die sich mit Ihren Erfahrungen aus der Praxis an der Diskussion beteiligen und das Thema aktiv mitgestalten wollen.

Die Veranstaltung wird online im Video-Konferenz-Tool Conceptboard stattfinden und von dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, dem Forschungslabors für Neurorobotik der Hochschule Beuth, der MedEcon Ruhr GmbH sowie der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt. 

Ihre Anmeldung schicken Sie bitte per E-Mail an Frau Salima Houta.