Projektvideos

»Shared Digital Twin« – Daten als strategische Ressource nutzen

Der »Shared Digital Twin« wurde auf Basis der vom Fraunhofer ISST entwickelten IoT-Architektur RIOTANA entwickelt. Mit RIOTANA können aus den Rohdaten laufender Prozesse (etwa Schwingungen, Temperatur oder Reibung) in Echtzeit aussagekräftige Kennzahlen generiert werden. Als Digital Twin kommt die von der Plattform Industrie 4.0 standardisierte Verwaltungsschale zum Einsatz, so dass das Framework und die Schnittstellen des Zwillings klar definiert und einheitlich sind.

Doch »Shared« heißt, dass die Daten nicht nur im Unternehmen selbst verbleiben, sondern in Netzwerkstrukturen ausgetauscht werden. Dazu nutzt die Lösung »IDS-Konnektoren«, die im Rahmen der International Data Spaces (IDS)-Initiative von Fraunhofer und zahlreichen Wirtschaftspartnern mit dem Ziel vorangetrieben wird, einen souveränen Austausch von Daten zwischen verschiedenen Unternehmen standardisiert zu ermöglichen. Die Kontrolle über die Daten behält bei der Nutzung des International Data Spaces immer das datengebende Unternehmen, indem es Nutzungsbedingungen an die Daten heftet, die es mit Kooperationspartnern teilt. Beide Unternehmen, die den Digitalen Zwilling teilen, können die Daten auch mit Informationen anreichern.

Der Shared Digital Twin setzt also mit der Verwaltungsschale und den IDS-Konnektoren auf zwei Standards, die bereits Einzug in die Industrie gefunden haben. Welche Datenbank in dem Zwilling eingesetzt wird, kann variabel anhand des jeweiligen Anwendungsfalls entschieden werden.

Projekt SMITH – Smart Medical Information Technology for Healthcare

»SMITH« - Das steht für Smart Medical Information Technology for Healthcare und beschreibt eines von vier Förderprojekten der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das sich zum Ziel gesetzt hat, die individuelle Patientenversorgung, durch die effiziente Verfügbarmachung von Daten für die klinische Forschung, zu verbessern.

Hierfür wurde eine Referenzarchitektur entwickelt, die es den teilnehmenden unversitätsmedizinischen Standorten und den dort angesiedelten Datenintegrationszentren ermöglicht, Daten über eine zentrale Plattform auszutauschen: die »SMITH«-Service-Plattform. Der von unseren Forschern entwickelte »SMITH«-Marketplace ist eine von verschiedenen Applikationen, die als zentraler Zugangspunkt für den Endanwender fungiert und der es Forschern erlaubt, auf die für ihre Forschung relevanten Daten aller Datenintegrationszentren zuzugreifen und diese zu nutzen.

Wie genau diese Vorgänge ablaufen und wie die technischen Hintergründe aussehen, erfahren Sie im Video.


Weitere Informationen zu dem Projekt »SMITH« finden Sie hier.

Neurogaming – Wenn das Gehirn zum Controller wird

Was ist Neurogaming? Wie kann Neurogaming Menschen helfen und woran Forschen wir im Fraunhofer ISST in Bezug auf Neurogaming?

Neurogaming ist eine Mischung zweier Disziplinen: den Neurowissenschaften und digitale Spiele. Im Vordergrund steht die Spielinteraktion mittels Gehirnwellen. Die Daten, die entstehen, wenn die Brain-Computer-Interface des Spieles die elektrische Aktivität des Gehirns misst, werden dann durch das digitale Spiel interpretiert. Die Gehirnaktivität kontrolliert also das Spielgeschehen und das Gehirn wird hierdurch zum Controller im Spiel.

Neurogaming ist ein noch sehr junges Forschungsfeld, mit extrem viel Potential und Forschungsbedarf. Wir forschen aktuell daran, wie wir Kinder und Jugendliche in psychotherapeutischer Behandlung durch digitale Spiele in unkomplizierten und gebrauchstauglichen Settings unterstützen können.

Die erste Anwendung, die im Rahmen einer Master-Thesis entwickelt wurde, ist »Enlightend«. Hierbei handelt es sich um einen ersten Prototypen, ein technologisch unkompliziertes Setup für Kinder und Jugendliche mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung, das den Spielern helfen soll, Konzentrationsfähigkeit zu steigern, gezielt einzusetzen und aufrecht zu erhalten.