International Data Spaces: Unternehmensübergreifender Datenaustausch in der Digital Economy

Projekt: International Data Spaces

 

Wirtschaftlich erfolgreiches Handeln impliziert immer häufiger, dass Produkte und Dienstleistungen verteilt von mehreren Partnern in einer Wertschöpfungskette produziert und angeboten werden. Damit dies gut gelingen kann, sind vertrauenswürdige Dateninfrastrukturen notwendig, über die die Partner unternehmensübergreifend Daten austauschen können, ohne die Kontrolle darüber zu verlieren, was mit diesen Daten geschieht (Forderung nach Datensouveränität). Die hiesige Wirtschaft und Politik wünschen sich hierzu eine industrietaugliche europäische Lösung.

Die »International Data Spaces« sind verteilte Netzwerke von Datenendpunkten, die einen sicheren Datenaustausch ermöglichen und die Datensouveränität garantieren. Sie sollen zum internationalen Standard für den Datenaustausch in der Wirtschaft werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war Anfang 2020 die Veröffentlichung als DIN SPEC 27070 »Anforderungen und Referenzarchitektur eines Security Gateways zum Austausch von Industriedaten und Diensten«. Die International Data Spaces fließen auch in das europäische Dateninfrastrukturprojekt GAIA-X ein.

 


 

Leistung des Fraunhofer ISST

Als Gesamtprojektmanager hat das Fraunhofer ISST eine entscheidende Rolle in der »International Data Spaces«-Initiative. Die beteiligten Fraunhofer-Institute haben die Aufgabe, ein Referenzarchitekturmodell für die International Data Spaces zu entwickeln und in ausgewählten Anwendungsfällen zu erproben. Wir am Fraunhofer ISST erarbeiten z.B. durch wirtschaftliche Betrachtungen von Datengütern die Grundlagen für zukünftige Geschäftsmodelle in dieser Datenarchitektur und entwickeln selbst die Konnektoren und den Konfigurationsmanager.

 

Testimonial

»Mit der Gründung der International Data Spaces Association beteiligen sich Wirtschaft und Forschung aktiv an der Gestaltung einer vertrauenswürdigen Architektur für die Datenwirtschaft. Ziel der IDSA ist es, die Datenhoheit durch eine offene Architektur für ein Peer-to-Peer-Netzwerk zu gewährleisten, das die Nutzungskontrolle von Daten aus allen Bereichen ermöglicht. Das geht nur mit einem herstellerneutralen Partner wie Fraunhofer, der die Anforderungen des Marktes versteht und weiß, wie diese in innovativste Technologie zu überführen sind.«

Thorsten Hülsmann | CFO | International Data Spaces Association