Messe  /  9.4.2019  -  11.4.2019

DMEA 2019: Das Fraunhofer ISST präsentiert Digitalisierungslösungen für das Gesundheitswesen von morgen

Messe Berlin, Halle 2.2 • Stand D103

Digital Health – gesund durch Informationen – effizient durch eHealth-Services

  • Was bedeutet »Digitalisierung im Gesundheitswesen« und wie können medizinische Datenräume sicher aufgebaut werden?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass bereits existierende, sektorenspezifische Insellösungen für eine multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung von Patienten und Patientinnen nutzbar gemacht werden um damit deren Versorgung zu verbessern?
  • Welche Vorteile bieten gemeinsame IT-Infrastrukturen und standardisierter Schnittstellen für eine multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung?
  • Wie kann die Elektronische FallAkte Datensouveränität für den Patienten gewährleisten und wie nutzen digitale Biomarker Daten zur Personalisierung von Therapien?
  • Warum ist es wichtig, den Digitalisierungsgrad eines Krankenhauses bestimmen zu können und wie kann man diesen messen?
  • Wer und was steckt hinter dem Konsortium »SMITH – Smart Medical Information Technology for Healthcare« und was möchte »SMITH« erreichen?

Antworten auf diese Fragen, anregende Diskussionen und spannende, informative Exponate bietet das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST auf der DMEA (9. bis 11. April 2019) in Berlin. Mit dabei am Stand des Fraunhofer ISST sind die Partner Fraunhofer FOKUS, Universitätsklinikum Aachen, Healthcare IT Solutions und Elektronische FallAkte e.V.

Interessenten aller Art sind herzlich eingeladen. Insbesondere zu folgenden Messe-Highlights:

Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Boris Otto, Institutsleiter des Fraunhofer ISST, am 9. April von 14:30 bis 15:30 Uhr, in Halle 2.2, Hub 2. Prof. Otto wird zur Thematik »Jeder Mensch hat einen Doppelgänger — personalisierte Medizin & Digital Twins« referieren.

Dialog-Session »Die Elektronische FallAkte – Arztgeführter Datenaustausch im Aktendschungel« (10. April 2019 von 15:45 bis 16:45 Uhr in Halle 2.2, Hub 2) und dem sich daran anschließenden Messerundgang zu Lösungen und Anbietern elektronischer Fallakten.

 

Unsere Exponate im Überblick:

Datengetriebene Medizin »on-top-of« EFA

Elektronische FallAkten geben eine strukturierte Sicht auf alle Dokumente, die zu dem medizinischen Fall eines Patienten verfügbar sind – über Einrichtungsgrenzen hinweg. So können sich die behandelnden Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Gleichzeitig sind sie für die Inhalte und ihre Vollständigkeit verantwortlich; es handelt sich also bei der Elektronischen FallAkte um einen IT-Standard für eine qualitätsgesicherte Arzt-Arzt-Kommunikation. Die Zugriffsrechte erteilt der Patient.

Das Exponat wird aufzeigen, wie, auf Basis der EFA, sichere medizinische Datenräume aufgebaut werden können und wie die Funktion des Patientenfachs die Datensouveränität von Patienten gewährleistet. Anhand der Projekte ParkinsonCompanion, NephroTeTe und EPItect wird dargestellt, wie digitale Biomarker zur Personalisierung von Therapien eingesetzt werden können und so ein intersektorales Zusammenspiel von Patienten, Pflegenden und Ärzten erlaubt wird. Das Projekt I/E-Health NRW hingegen, veranschaulicht als Anwendungsbeispiel, die Implementierung einer Telematikinfrastruktur in bestehende, standardisierte technologische Verfahren in vier Modellregionen in NRW. Durch diese können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, sowie Krankenhäuser, Patientendaten über die Elektronische FallAkte (EFA) und KV Connect Daten austauschen. Auch Akteure die Systeme benutzen, in denen keine bestehende EFA-Anbindung vorhanden ist, können durch das neue EFA 2.0 Addendum »Spezifikation Offline-Token« die geschaffene Infrastruktur nutzen.

Das Reifegradmodell »Digitales Krankenhaus«

Den Prozess oder den Fortschritt der Digitalisierung in einem Unternehmen in der Industrie 4.0 sichtbar zu machen, beschäftig das Fraunhofer ISST schon länger. Nun versuchen unsere Wissenschaftler mit Hilfe der Erhebung einer »Digitale Readiness« auf operativer und strategischer Ebene, eben jene Prozesse und Fortschritte auch im Krankenhausbereich zu visualisieren. So ermöglicht diese Methode, den Digitalisierungsgrad eines Krankenhauses aufzuzeigen. Einbezogen in diese Messungen werden, u.a., die Nutzung und das Vorhandensein unterstützender Programme, Prozesse auf verschiedenen Ebenen, wie z.B. Medizin und Pflege, Logistik und Beschaffung, Controlling und Management, und natürlich auch der Mensch selbst und seine Bereitschaft, die vorhandene Technik auch zu nutzen. Individuelle Ziele und Dimensionen können abgeleitet werden, die Einordnung und der Vergleich von Häusern in bestehenden Verbandstrukturen wird ermöglicht und anzugehende Handlungsfelder zur Überbrückung von Ist-Soll-Abweichungen können identifiziert werden.

Das Konsortium »SMITH – Smart Medical Information Technology for Healthcare«

Die drei universitätsmedizinischen Standorte des Konsortiums, Leipzig, Jena und Aachen, bündeln medizininformatische, klinische, systemmedizinische, computerlinguistische und epidemiologische Kompetenzen. In Kooperation mit externen Partnern etabliert SMITH Datenintegrationszentren an den drei Universitätsstandorten. Die Zentren ermöglichen eine institutionen- und standortübergreifende Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung.

SMITH will den Mehrwert dieser Datennutzung an drei Anwendungsfällen demonstrieren: So entwickelt das Konsortium innovative datenanalytische Methoden und Werkzeuge, die aus elektronischen Patientenakten automatisiert medizinische Informationen gewinnen. Diese Informationen können helfen, Versorgungsabläufe zu erforschen und zu verbessern. Dies will SMITH durch zwei klinische Anwendungsfälle belegen. Auf Intensivstationen sollen Patienten-Management-Systeme kontinuierlich ausgewertet werden, um den Zustand der Patientinnen und Patienten automatisiert zu überwachen. Dies ermöglicht ein schnelleres therapeutisches Eingreifen. In einem weiteren Anwendungsfall unterstützt ein computerbasiertes Entscheidungshilfesystem Ärztinnen und Ärzte beim leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika. Dies soll die frühzeitige und gezielte Bekämpfung bakterieller Infektionen verbessern und das Auftreten von Antibiotikaresistenzen reduzieren. Das Konsortium, zu dessen Mitgliedern auch das Fraunhofer ISST zählt, plant enge Kooperationen mit Industriepartnern. Über einen gesicherten Datenraum, den »Marketplace«, werden die Vernetzungspartner die Ergebnisse von SMITH nutzen können.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Weitere Informationen:

www.conhit.de

www.isst.fraunhofer.de

http://www.epitect.de/

https://www.dmea.de/

https://ie-health.nrw/

https://www.nephrotete.de/

http://www.fallakte.de/

www.efa.fraunhofer.de

http://www.smith.care/

http://s.fhg.de/EFAOfflineToken

http://www.hit-solutions.de/

https://www.fokus.fraunhofer.de/